Auf der Suche nach einem sehr erholsamen wie aufregenden Ausflug rückt in Småland die Insel Visingsö in den Fokus von Familien. Ausgehend von Gränna fahren Fähren in nur wenigen Minuten auf das Eiland, das mit einer herrlichen Naturlandschaft, jeder Menge Geschichte und Abenteuer aufwarten kann.
Wer bereits in Gränna oder am Ufer des Vättern unterwegs ist, sollte unbedingt die Insel Visingsö ins Auge fassen. Das schmale Eiland ist auf den ersten Blick etwas unscheinbar, aber bietet jede Menge Aktivitäten für einen Ausflugstag. Vor der Überfahrt gibt es nur die Grundsatzentscheidung, ob die Insel mit dem eigenen Fahrrad oder mittels der Kutschfahrt erkundet werden soll. Beide Optionen haben natürlich ihren ganz eigenen Reiz.
Wie kommt man auf die Insel Visingsö?

Die Insel ist sehr gut von Gränna aus erreichbar. Hier gibt es eine Fähre, die vor allem im Sommer mehrmals täglich verkehrt und nur 25 Minuten für die Überfahrt benötigt. Die Fähre ist auch für Autos konzipiert, aber das Fahren ist den Bewohnern vorbehalten. Die meisten Besucher der Insel kommen mit dem Fahrrad oder lassen sich so übersetzen, um dort die Insel zu entdecken.
Kutschfahrt mit einem Remmalag oder das Fahrrad
Aufgrund ihrer Beschaffenheit ist es ratsam, mobil auf der Insel unterwegs zu sein. Eine sehr idyllische und gemütliche Form ist die Kutschfahrt mit einem Remmalag, einem Gespann mit Anhänger. Besucher können hier einfach Platz nehmen und auf einer Rundfahrt die Highlights kennenlernen. Die Remmalag-Kutschen stehen direkt am Fähranleger bereit und können vor Ort gebucht werden. Hin und wieder wird angehalten, damit Gäste die Sehenswürdigkeiten betrachten oder fotografieren können.
Mehr Flexibilität garantiert das Fahrrad. Auf den gut ausgebauten Wegen können sich Aktive selbst über die Insel bewegen und die Schönheit der Natur genießen. Immer wieder eröffnet sich der paradiesische Blick auf den See, der kaum schöner sein könnte. Fahrräder können übrigens auch direkt an der Fähre ausgeliehen werden.
Was sind die Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Visingsö?
Die Insel ist sehr eng mit der Geschichte Schwedens verbunden. Die Ruine der Burg Näs an der Südspitze war ein beliebter Rückzugsort für Herrscher im frühen Mittelalter, unter anderem auch von Magnus Ladulås (Magnus Birgersson). Dieser war Schwedens erster König und ist hier auch laut Geschichtsschreibung am 18. Dezember 1290 verstorben.
Die Burgruine Visingsborg aus dem 17. Jahrhundert hat ebenfalls Geschichte geschrieben, weil hier die Grafen von Brahe residierten und ihre Spuren hinterlassen haben. Archäologen haben zudem Hinweise auf eine Besiedlung durch die Wikinger entdeckt und einige Artefakte führen zurück in die Steinzeit.
Genießer und Kaffeeliebhaber sollten eine Pause im Café „Wisingsborgs trädgård“ einlegen. Im einzigartigen Ambiente gibt es vor allem in den Sommermonaten wunderbare schwedische Köstlichkeiten, die unbedingt probiert werden sollten. Der Kuchen ist wirklich ausgezeichnet.
Heute leben rund 700 Menschen auf Visingsö und genießen das Privileg, in einem solchen Naturparadies wohnen zu dürfen.
